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Stammbaum 1

12. - 16. Jahrhundert 


Stael von Holstein - Stammbaum 1

I.    1. Ludewicus Vlecke de Are*, erwähnt 1189 unter Ministerialen des Grafen Theodericus von Are und Hochstaden, 1202 (Ludewicus Macula) - Truchseß des Grafen Lothar von Are, Hochstaden und Dahlheim, 1213 und 1216 - "Dapifer von Dolehem" (Dahlheim )

*Es ist nicht auszuschließen, dass es sich beim Leitnamen "de Are" nicht nur um einen Ministerialposten, sondern um eine Abstammung von den Grafen von Are und Hochstaden handelt. Dafür spricht sowohl die Tatsache, dass die Flecke de Are trotz ihres Ministerialstandes unter Rittern rangierten und ausschließlich in die Familien von "vir nobiles" einheirateten, als auch die Leitnamensitte - Ludwig, Theoderich, Hermann, Heinrich, Lothar (Lutter) - sind allesamt Are-Hochstaden-Namen. Die Forscher des 19. Jahrhunderts waren der Meinung, dass der Name Flecke auf  die Übersetzung des lateinisches Wortes "macula" zurückzuführen ist, das im Mittelalter den illegitimen Kindern vor den Vatersnamen gesetzt wurde

II.    1. Hermannus Flecke de Are, erwähnt seit 1218 in mehr als 20 Urkunden, bald als de Are dictus Flecke, bald als pincerna de Are, milite dicto Flecke pincerna und in der Urkunde vom 19.02.1248 als pincerna Flecko de Holstein, erscheint 1227, 1229 und 1230 im Gefolge des Grafen Lothar II. von Are und Hochstaden, 1238 -1259 Mundschenk des Grafen Conrad von Are und Hochstaden - Erzbischofs von Cöln; bekleidete seit 1241 die Ritterwürde und übte im Namen des Erzbischofs richterliche Funktionen aus. In einer Urkunde vom 31.12.1259 trägt Hermann dem Erzbischof seine neu erbaute Burg Kuchenheim (Cuggenheim) in der Eifel als Offenhaus auf. &  N von Bachem, Tochter v. Daniel von Bachem

II.    2. Theodericus Flecke de Are, Ministerial des Grafen Lothar von Are und Hochstaden, erwähnt 1214 - schechere (Räuber) in der Burg Are, 1227 mit seinen Brüdern Hermannus und Reinardas ("Herimannos Flecke, Reinardas et Theodericas filii dapiferi de Hostaden"), mehrmals - neben seinem Bruder Hermann (1218 - "Theodericus de Are, Hermanus pincerna", 1238 - "Hermannus Fleck pincerna noster, Theodericus frater ejus", 1247 - "Theodericus advocatum de Are, Hermann pincerna")

II.    3. Reinerus (Reinardas) Flecke de Are, erw. 1214 - dapifer (Truchseß) zu Hochstaden, 1226 - "Reinerus dapifer", 1227 - mit seinen Brüdern Hermannus und Theodericus

II.   4. Henricus Vlecke de Are, 1214 Burggraf von Are ("burgrauin de Are"), erscheint im Juli 1237 neben Hermannus Vlecke beim Grafen Lothar II. von Are und Hochstaden, 1241 und 1243 - Ritter von Holstein, gest. zw. 1243 und 1256, & Heilewigis N (Urkunde vom 11.06.1256: "Heilewigis relicta Heinrici Flekkonis militis de Holsteyn...")

III.   1. Matthias (Flecke) de Are, Ritter, erwähnt in einer Urkunde von 1251 zusammen mit seinem Vater Mundschenk Hermanus de Are und dem Bruder Hermanus (Zeugen - "Hermannus pincerna de Are et sui filii Mathias et Hermannus"), in zahlreichen Urkunden von 1256 - 1292 als Mundschenk* des Erzbischofs von Köln

(*Das Schenkamt wurde im Geschlecht erblich, in Urkunden erscheinen als Mundschenke 1323 Konso Flecke und 1328 Lambert Flecke - zweifellos auch Nachkommen von Hermann Flecke de Are.)

III.   2. Hermanus Flecke de Are, Ritter, erwähnt in einer Urkunde von 1251 zusammen mit seinem Bruder Matthias und dem Vater Hermann, 1260 - mit Vater ("Hermanno dicto pincerna, Hermanno filio suo"), 1246 - 1264 Marschall des Grafen von Are und Hochstaden; 1280 - 1285 besaß Hermann Burglehen in Melschede; eine Urkunde vom 15.07.1285 schildert seinen Streit mit dem Kloster Wedinghausen um eine Hufe in Bekehem (Beckum), unter Zeugen sind seine Brüder Albertus, Theodericus und Henricus genannt.

III.    3. Ludewicus Flecke de Are, Ritter, erwähnt 1256,1284, 1287 ("Ludewicus filius H. pincerna de Are, milites")

III.   4. Henricus Flecke, Ritter, erwähnt 1270 - 1315. In einer Urkunde vom 16.07.1270 verzichten die Brüder Heinrich und Dietrich genannt Flecke zugunsten des Grafen Gottfried von Sayn auf die Burg Holstein (unter Zeugen - ihre Blutsverwandten (consanguinei): Rorich Herr zu Rennenberg, Ludwig Walpodo von der Neuerburg, Winrich von Bachem, Friedrich von Langenau). In der Ritterschlacht bei Worringen 05.06.1288 nahm Heinrich den Grafen Heinrich von Limburg gefangen. Nach einer Urkunde von 1290 besaß Heinrich Burglehen in Neuerburg und die Vogtei in Langeln, nach einer Urkunde vom 13.03.1308 - ein Burglehen in Wiescheid ("...Wyscheyde, in den kerspell van Rychrode gelegen...").

III.   5. Theodericus (auch Dietrich und Tilmann) dictus Flecke (in Urkunden von 1284, 1286, 1290 und 1295 auch Flecke de Holstein genannt), Ritter, erwähnt 1270 - 1312, 1284 -1288 Marschall des Erzbischofs von Köln; kämpfte in der Schlacht bei Worringen 05.06.1288  zusammen mit seinem Bruder Henricus an der Seite des Kölner Erzbischofs, geriet in Gefangenschaft des Grafen Walram von Jülich und löste sich 30.11.1289, indem er ihm seine Höfe Merac, Lanquit und Berghausen im Kirchspiel Richrath und Schleiden (zu Monheim) zu Lehen auftrug; nach Urkunden von 11.05.1274 (unter Zeugen - Wierich von Bacheim, Onkel von Theodericus), 14.09.1278 und 20.12.1290 besaß Theodericus castrum Bolant (Bolanden); an mehreren Urkunden findet sich das Siegel von Theodericus mit 8 Kugeln am Schildrande und der Umschrift "S. Th. Flecken de Holst. militis"; & Dederadisa N (Urkunde vom 15.06.1312: "Ritter Dietrich Vlecke und seine Frau Dederadisa bekunden...")

III.    6.  Henricus dictus Stail de Holstein, 1290 Drost des Grafen von Berg, 1297 Ritter von Oustorp (Oysdorp, Uesdorf), erw. 1278 -1315, gest. vor 1316; kämpfte in der Schlacht bei Worringen 05.06.1288  zusammen mit seinen Brüdern an der Seite des Kölner Erzbischofs, in einer Urkunde vom 08.08.1290 entlassen die Brüder und Ritter "Henricus et Theodericus Fleckones jun. et Henricus dictus Stail" den Grafen Dietrich von Limburg aus der Gefangenschaft und schwören dem Grafen Adolph von Berg Treue. & Bela von Lövenich, Erbin von Oustorp (Testament des Kanonikers Heinrich von Lövenich vom 23.11.1290, Urkunde vom 2.02.1316: "Bela, relicta quondam Henrici dicti Stayle...")

III.    7. Albertus dictus Flecke de Are, Ritter,  erw. 1265, 1269, 1274, 1276, in einer Urkunde vom 11.12.1282 mit seinem Bruder Henricus, 5.07.1285 - mit Brüdern Hermannus, Theodericus und Henricus Flecke, gest. vor 1293; Albertus besaß die Burg Are (später Aar, Traar) bei Krefeld, die er am 9.04.1275 als eine Schenkung unter Lebenden dem Deutscheordens-Hospital St. Maria übertrug; & vor 1274 Aleidis von Rode, Tochter v. Heinrich von Rode

III.    8. N (Tochter) Flecke de Holstein & Goebel von Gleuel

III.    9. Benedicta Flecke de Holstein, erw. 1256, & Theodericus von Schinne, "vir nobilis", gest. nach 1271. In einer Urkunde vom 11.06.1256 überträgt Heilewigis, die Witwe des Ritters Heinrich Flecke von Holstein, die Burg Holstein ihrer Tochter Benedicta und deren Gatten Theodericus de Schinne

IV.    1. N (Tochter), Konventualin des Klosters zu Gräfrath, erw. 1273

IV.   2. Aleidis Flecke, erw. 1.04.1308, sowie in einer Urkunde vom 22.01.1315 zusammen mit ihrem Vater Ritter Heinrich Flecke und dem Vatersbruder Heinrich Stail, & vor 1307 Adam von Balen, gest. vor 1315

IV.   3. Ida Flecke, Konventualin zum Weiher in Köln, erw. in einer Urkunde vom 1.04.1308 zusammen mit ihrer Schwester Aleydis, Gattin Adams von Balen

IV.   4. Tilmann (Dietrich, auch Theodericus) Stail von Holstein Flecke, Ritter, erwähnt in einer Urkunde von 1282 als Sohn von "Henricus Stail miles von Oustorp", in mehreren Urkunden von 1291 - 1330, Burggraf von Köln, gest. 1333 in Köln (zusammen mit zwei Söhnen von Kölner Bürgern erschlagen, wofür die Stadt an die Erben einen hohen Betrag zur Sühne zahlen musste), bestattet im Kloster Weiher zu Köln; & Gertrud von Elverfeldt, erwähnt 1333 und 1353 (Tochter v. Conrad von Elverfeldt).

IV.    5. Aleid Stail von Holstein Flecke, Ritter, erwähnt 1282 zusammen mit seinen Brüdern Tilmann und Heinrich, dem Vater - Henricus dictus Vlecke und dem Onkel Theodericus Vlecke de Holstein. 

IV.    6. Heinrich Stail von Holstein Flecke, Ritter von Oustorp (Oinstorp - 1318), Herr auf Schlickum (1333 - 1338), erwähnt 1282 - 1338 (Urkunde vom 17.12.1333: "Herr Henrige Stale von Slicheim.."; Urkunde vom 1.05.1338 - mit Bruder Daniel: "Ritter Heinrich von Slicheim und Daniel Fleck, Kanoniker an St. Kunibert"); & Hedwig von Holthausen (Urkunde vom 1.03.1302: "Heinrich Stal und Hedwig Holthusin seine Gattin unterwerfen ihre Streitigkeiten mit dem Kloster Gräfrath...").

IV.    7. Daniel Stail von Holstein Flecke, Kanoniker an St. Kunibert in Köln, erwähnt 16.03.1320 mit seinen Brüdern Tilmann, Winrich und Engelbert ("Nos Theodericus Vlecke, Daniel, Winricus, Engelbertus fratres dicti Vlecke..."), 18.07.1320, 14.11.1320 - mit seinem Vater "Dietrich Fleck d. Älteren", 3.04.1323 - Daniel Fleckonis, Kanoniker an St. Kunibert, sowie 1333 - 1338

IV.    8. Winricus Stail von Holstein Flecke, erwähnt 5.03.1320 - Söldner und Knappe der Stadt Köln, mit seinem Bruder Engelbertus, 16.03.1320 mit seinen Brüdern Tilmann, Daniel und Engelbertus

IV.    9.  Engelbertus Stail von Holstein Flecke, erwähnt 5.03.1320 - Söldner und Knappe der Stadt Köln, mit seinem Bruder Winricus, 16.03.1320 mit Brüdern Winricus, Tilmann und Daniel, sowie 18.01.1331: "Engelbert Flecke von dem Busche verkauft den Hof zum Busche im Kirchspiel Leichlingen..."

V.    1. Lutter Stail von Holstein (auch Stail Vlecke von Holstein), Ritter, erwähnt 17.12.1333 und 06.04.1338 - im Sühnevertrag zwischen der Stadt Köln und den Stael ("Luttere de gennant is Staile, Werner inde Winrige, die sune waren wilne heren Tilmans Flecken, eins ridders..."), 1340 - 1363 - Herr zu Langwaden (Lanquit), Rat des Grafen Gerhard von Berg; & Elisabeth von der Horst

V.    2. Winrich Stael von Holstein Flecke, Ritter, erw. 1333 - 1345. In einer Urkunde von 1340 geben die Ritter und Brüder Lutter und Winrich Stail von Holstein dem Konvent Weiher drei Mark Jahrrente von ihrem Erbgute zu Bergheim an der Erft zur Seelenheile ihrer Familie und drei Schillinge zur Beleuchtung des elterlichen Grabes in der Allerseelennacht und am Tage ihres Jahrgedächtnisses.

V.     3. Werner Stael von Holstein Flecke, Ritter, erw. 1334, 1335, 1336, 06.04.1338 - im Sühnevertrag zwischen der Stadt Köln und den Stael mit seinen Brüdern Lutter und Winrich

V.     4.Tilmann (Dietrich) Stail von Holstein Flecke, erw. 5.12.1320 - "Tilmannus filius Tilmanni Flecconi..." , 10.03.1338 - im Sühnevertrag mit der Stadt Dortmund: "Dietrich von Vlecke bestätigt die durch Vermittlung Erzbischof Walrams von Köln zwischen Bürgermeister und Rat zu Dortmund und ihm errichtete Sühne einzuhalten"

V.     5.  N (Tochter) Stail von Holstein Flecke, & Gerard Garz (Urkunde vom 13.03.1320: "Nos Theodericus Vlecke et Gerardus dictus Garz gener", Urkunde vom 5.12.1320: "Nos Tilmannus Flecco et Gerardus Gartze...")

V.    6. Gottfried Stail von Holstein Flecke*, Mönch zu Gladbach, erw. 1335 ("Gottfried Flecke, Mönch zu Gladbach, nimmt von seinem Abte den zur Hospitalerie gehörigen Hof ten Holte in Leibzucht"), 1348 mit seinem Bruder Conrad ("Godefridus dictus Vlecke, monachus monasterii Gladbacen, ordinis St. Benedicti..., ...Conradi dicti Stale, castellani in Limborch germani mei...")

V.    7.  Conrad (Cord) Stail von Holstein Flecke*, Ritter, 1348 Burgmann zu Limburg an der Lenne, Herr zu Honrath, erw. 1333 - 1382, & vor 1352 Jutta N (Urkunde vom 23.01.1352: "Conrad Stayl de Haynrode und Frau Jutta verkaufen dem Kloster Gräfrath drei Viertel Weiden zu Bergheim an der Sieg")

Nachkommen - siehe Stammbaum 1.1

* (Gottfried und Conrad sind in keinen Urkunden als Söhne von Tilmann Flecke bzw. als Geschwister von V.1. - V.5 genannt, in der Urkunde von 1348 bezeichnet Gottfried alleine Conrad als seinen Bruder, Lutter dagegen nur als "tapferen Herren" ("...virorum dominorum Lutteri dicti Stale de Holstein"). Höchstwahrscheinlich handelt es sich hier um eine Halbgeschwisterschaft - laut A. Fahne war die Mutter von Lutter "zum zweiten Male an einen Fleck verheiratet".)

VI.   1. Wilhelm Stael von Holstein, Ritter, Herr zu Sülz, Eulenbroich und Honrath, Amtmann von Windeck, einer der Feldobersten des Herzog von Jülich und Berg, Erbdrost und Erbhofmeister, stand mit dem Herzog gegen Graf Johann von Sayn im Fehde, wurde aber vom Landfriedensbund zum Nachgeben gezwungen; erwähnt 1365  - 1402, gest. 16.09.1402, & 1. nach 1373 Jutta von Lülsdorf, erw. 1373 - 1388, gest. vor 1389 (Tochter v. Ludwig von Lülsdorf und Katharina von Hahn), & 2. vor 1396 Adelheid von Kalkum genannt Leuchtmar, erw. 1396 - 1430, gest. vor 1430  (Tochter v. Dietrich von Kalkum genannt Leuchtmar und Adelheid von Bernsau)

Nachkommen - siehe Stammbaum 1.3, Stammbaum 1.4, Stammbaum1.4.1

VI.    2. Lutter Stael von Holstein, Ritter, Herr auf Languaden (Lanquit) und Ickte, erwähnt 1360 - 1417; gest. vor 1428, in einer Urkunde vom 27.03.1383 verzichtet Lutter auf den Hof Mutzenrath zu Gunsten seines Bruders, Ritters Wilhelm Stael von Holstein; &1. vor 1389 Beatrix /Paetza N (Urkunde vom 20.09.1389: "Ritter Wilhelm Stail von Hailsteyn, sein Bruder Lutter und dessen Hausfrau Paetza übergeben dem Konvent Weiher fünf Mark Erbgeld von dem Brauhause zu Bergheim an der Erft", 1.04.1399 - "Es urkunden Lutter Stail von Holstein und Beatrix Eheleute", 14.02.1428 - "Beatrix, Witwe des Lutter Stail von Holstein...", 1439 - " Beatrix, Witwe des Lutter, quittiert für Wilhelm Stael von Holstein") 

VII.    1. Ruprecht (auch Robert) "der Prächtige" Stael von Holstein, erw. 1410 - 1462, gest. Ende 1461, Ritter, Herr zu Hardenstein, Amtmann von Werden, Bochum, Neustadt und Gummersbach, Lehnstatthalter für Mark und Sauerland, Märkischer Lehnrichter, erwähnt in zahlreichen Urkunden 1431 - 1461; wird 1431 von Köln wiederholt aufgefordert, die von ihm auf dem Rhein gefangenen und nach Hardenstein verschleppten Kölner freizugeben; macht 1437 sein Schloss Hardenstein zum Offenhaus von Johann von Cleve; untersiegelt 1450 die Verträge zwischen Köln und Jülich,  & vor 1431 Christine von Hardenberg, Erbin von Hardenstein (Tochter v. Heinrich V. von Hardenberg und Wilhelmine N)

VII.    2. Lutter Stael von Holstein, erwähnt 1433 - 1453

VII.    3. Rabolt Stael von Holstein, erwähnt 1440 - 1455 (3.04.1455: "Die Brüder Roprecht und Rabolt Stael von Holstein, Söhne des Lutter....")

VII.    4. Bela Stael von Holstein & 1. Heinrich von Landsberg, 2. vor 1417 Simon von Velbrüggen (Velmercken)

VIII.   1. Neveling Stael von Holstein zu Hardenstein, Ritter, Mitbesitzer von Hardenstein, Dahlhausen und Bonsfeld,  erwähnt  1453, 1462 Amtmann von Neustadt, stiftete 6.10.1472 die Vikarie St. Johannis Baptiste zu Herbede, gest. vor 1477, & 16.03.1455 in Hardenstein Maria (Merne) von Eickell, Witwe des Stadtgrafen von Dortmund Heinrich von Lindenhorst (Tochter v. Diedrich von Eickel und Deydart N), erwähnt noch 1479

VIII.   2. Heinrich Stael von Holstein zu Hardenstein, Ritter, Mitbesitzer von Hardenstein, Dahlhausen und Bonsfeld,  erwähnt 1462 mit seinen Brüdern im Testament des Vaters Robert Stael von Holstein zu Hardenstein, 1481 - 1498 - Amtmann zu Loo, Marschall bei Herzog Johann von Kleve, 1502 Hofmeister des Herzogs, untersiegelt 1496 zusammen mit Neveling II. die brüderliche Teilung zwischen Herzog Johann von Kleve und Philipp, 1499 - die Verträge zwischen Jülich und Geldern, tritt u.a. als Geldgeber der Herzöge von Kleve-Mark auf; & 1506 Margaretha von Wylich, Witwe v. Wilhelm von Boxmeer zu Ackoy

VIII.   3. Luther Stael von Holstein, Ritter, Mitbesitzer von Hardenstein,  Dahlhausen und Bonsfeld, seit 1446 Herr zu Steinhausen (Stifter der Linie Steinhausen), 1462 - Amtmann von Bochum, erwähnt mehrmals 1462 - 1476, gest. 1485; & 1455 Jutta von Witten

Nachkommen - siehe Stammbaum 1.2

VIII.   4. Robert (auch Roprecht) Stael von Holstein, erwähnt 1462 - 1494, Ritter, Mitbesitzer von Hardenstein, Dahlhausen und Bonsfeld, Herr zu Heisingen, Amtmann zu Orsoy, 1494 - Rat des Herzogs von Kleve, stiftet 1493 die Kapelle St. Georg in Heisingen

VIII.   5. Johann Stael von Holstein, der "Livländer", erwähnt 1462, 1487 - 1492  Deutschordensvogt zu Wesenberg, 1492 - 1511 - zu Derven, Verwalter der Ordensgüter Tarmas (Torma) und Ubias, gest. 1512; & Margareta von Tittfer

IX.    1. Neveling II. Stael von Holstein zu Hardenstein, Ritter, 1496 - Amtmann von Neustadt, untersiegelt zusammen mit Heinrich Stael von Holstein die brüderliche Teilung zwischen Herzog Johann von Cleve und Philipp, erwähnt auch 1483, gest. 1500 

IX.    2. Dietrich Stael von Holstein,  Ritter, Herr zu Witten, erwähnt 1483, 1484, 1479, 1499; & 1481 Katharina von Witten

IX.    3. Robert Stael von Holstein, Ritter, Herr zu Ickern, Gensinck und Halswick (Grafschaft Mark), Sonorm, Meks und Ballfer (Livland), geb. 1465, erwähnt 1483, 1499 - 1527 Vasall des Deutschen Ritterordens in Livland, 1499 Hofrichter und Gesandter des Ordensmeisters in Kopenhagen, 1518 Mannrichter in Jerwen, 1519 Ordensrat; in einer Urkunde vom 12.08.1505 wird vom Kaiser Maximilian - Lehnsträger Roberts Halbschwester Katharina von Lindenhorst, der Witwe des Stadtgrafen von Dortmund, - mit der halben Grafschaft Dortmund belehnt; gest. 20.08.1527 in Livland, & um 1499 Elsebe von Gilsen aus dem Hause Ass, Erbin von Sonorm (Tochter v. Berchtold Gilsen auf Ass)

IX.    4. Bathe Stael von Holstein, & 1474 Cord  von Vittinghoff gt. Schell (1474 - "Coirt van dem Vitynchove geh. Schele urkundet über den Brautschatz seiner Ehefrau Bathe, Tochter des seligen Neveling Stael von Holstein und der Merne"). 1487 stiften die Eheleute in Rellinghausen ein Gasthaus für arme Leute, wandernde Scholare und Pilger, das heute unter dem Namen "Alte Dorfschenke" als Gaststätte betrieben wird.

IX.    5. Lutter Stael von Holstein, erw. 1518 - 1524, Ritter, Herr zu Heisingen, Drost der Abtei zu Werden, belehnt 1524 mit Stenneshof und "Hof ter Linde"; Lutter wurde für die Weigerung die Kapelle in Heisingen zu schließen vom Werdener Abt exkommuniziert und erst dank der Einmischung des Herzog Johann von Kleve vom Bann wieder freigesprochen

IX.    6. Hermann Stael von Holstein & Dorothea von Medem

X.    1. Neveling Stael von Holstein, Mitbesitzer von Hardenstein, erwähnt 1530 (Verkauf der Anteile an Haus und Schloss Hardenstein mit den zugehörigen Ländereien, Bauungen, Wiesen, Gehölzen, dem Markenrecht, der Fischerei etc. an Heinrich von Brempt)

X.    2. Beatrix Stael von Holstein, & 1510 Heinrich von Brempt

X.    3. Jaspar (Kaspara) Stael von Holstein, Äbtissin zu Neuss

X.    4. Margaretha Stael von Holstein, Erbin von Sonorm und Meks (Livland), gest. 1548, & 1. vor 1525 Johann von Rosen auf Schönangern, gest. 1529, & 2. vor 1548 Johann von Dücker auf Martz, gest. vor 1569

X.    5. Anna Stael von Holstein, & 1. 1527 Gilsbert von Bolswing (Bodelschwing); & 2. Hermann von Neuhof 

X.    6. Hildebrandt Stael von Holstein, Major, Herr auf Pebalg, geb. um 1535, erwähnt 1558 -1587, geriet während des Livländischen Krieges des Ordenslandes gegen Iwan den Schrecklichen in russische Gefangenschaft, wurde nach Moskau verschleppt und kehrte erst nach 7 Jahren zurück, wonach er dann auch verstarb; & um 1565 Anna von Uexküll aus dem Hause Padenorm, geb. um 1545, erw. noch 1617 (Tochter v. Conrad von Uexküll auf Padeborn und Apollonia von Buttlar).

XI.    1. Hans (Johann) Stael von Holstein, Stifter der livländischen Linie,  geb. um 1570, erwähnt 1601 - 1620, 1602 - Herr zu Paixt, 1609 - Altermann der Großen Gilde zu Pernau, gest. vor 1622; & um 1609 Magdalena von Hartwich aus Terwenden, gest. 1635 (2. & Friedrich von Nyhusen)

Nachkommen - siehe  Stammbaum 2 und 3

XI.    2. Anna Stael von Holstein zu Paixt, 1. & Hermann von Wittenberch, Glaser, erw. 1601, 2. & Jürgen Meyer, erw. 1618, Ratsherr von Pernau

XI.    3. Matthias Stael von Holstein, Stifter der estländisch-schwedischen Linie, Bürgermeister von Pernau, erwähnt 1601 - 1649, gest. in Pernau 25.07.1649, 1. & Elisabeth von Hartwich, gest. nach 1622; 2. & vor 1636 Margaretha von Stackelberg aus dem Hause Piddul (Ösel)

Nachkommen - siehe Stammbaum 4 und Stammbaum 5

XI.    4. Gertrud Stael von Holstein, 1602 mit Körsen (Paixt) belehnt

XI.    5. Sophie Stael von Holstein, 1602 mit Körsen (Paixt) belehnt

 

An der Seite wird weiter gearbeitet. Für Tipps bzw. Informationen wären wir dankbar.

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