Stael von Holstein

Familie 

Thomas Baron Stael von Holstein

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Geschichte der Stael von Holstein

 

 

 

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Geschichte des Geschlechtes Stael von Holstein

Das Familienwappen der Familie Thomas Baron Stael von Holstein

Das Geschlecht Stael von Holstein leitet seine Abstammung von den Rheinischen Uradeligen Stael ab, die ursprünglich den Namen Flecke (Vlekke, Flecco) führten und 1189 mit Ludevicus Vlekke de Are urkundlich zuerst erschienen. Der  Leitname  "de Are" ist höchstwahrscheinlich nicht nur auf  Ministerialposten bei Grafen von  Hochstaden und Are* zurückzuführen, sondern auch auf eine Blutverwandtschaft  - vermutlich handelt es sich um die unbekannte Ehefrau von Ludevicus. 

(* Die Grafen von Hochstaden und Are sind nach neuestem Forschungsstand eine Seitenlinie des Rheinischen Pfalzgrafengeschlechtes, dessen bekanntester Vertreter Ezzo 991 die Tochter Mathilde des Kaisers Otto II., des Sohnes Otto des Großen, heiratete).

Mit Hermann Vlekke de Are, 1236 - 1259 Mundschenk des Erzbischofs von Köln, nannten sich die Ritter Vleckes nach der Burg Holstein im Bröltal, die sie vom Grafen von Spornheim (Sayn) zu Lehn trugen, Flecke von Holstein. Die Burg Holstein musste schon im späten 13. Jahrhundert in Folge zahlreicher Fehden zerstört gewesen sein, trotzdem  verblieb dem Geschlecht dieser Zuname. Der ursprüngliche Familienname Flecke wurde durch den Übernamen Stael, der 1282 zuerst erscheint, verdrängt .

Ritterschlacht 1228 bei Worringen

Schlacht bei Worringen

Theodericus dictus Vlecke (in Urkunden von 1286 und 1295 auch Vlecke de Holstein genannt) -  Ritter, Ministerial des Grafen von Hochstaden und Are, kämpfte in der Ritterschlacht bei Worringen 05.06.1288 zusammen mit seinem Bruder Henricus auf der Seite des Kölner Bischofs. 

 

Dort geriet Theodericus in Gefangenschaft des Grafen Walram von Jülich und löste sich 30.11.1289, indem er ihm seine Höfe Langwit; Berghausen (Staelshof) und Merac im Kirchspiel Richrath und Schleiden (zu Monheim) zu Lehen auftrug. In mehreren Urkunden findet sich das Siegel von Theodericus mit 8 Kugeln am Schildrand.

 Henricus dictus Stail de Holstein - 1282 Ritter von Oustorp, 1290 Ministerial des Grafen von Berg. In einer Urkunde vom 08.08.1290 entlassen die Brüder und Ritter "Henricus et Theodericus Fleckones jun. et Henricus dictus Stail" den in einer Fehde gefangenen Grafen Dietrich von Limburg aus der Gefangenschaft und schwören dem Grafen Adolph von Berg Treue.

. Tilmann Stail von Holstein Flecke - Ritter, Burggraf von Köln, erschlagen 1333 zusammen mit zwei Söhnen von Kölner Bürgern, wofür die Stadt an die Erben einen hohen Betrag zu Sühne zahlen musste; bestattet im Kloster Weyer bei Köln. 

Lutter Stail von Holstein - erwähnt 1333 - 1363, Ritter, Herr zu Langquaden, Rat des Grafen von Berg. 

  Das Buch von Karl-Heinrich Schäfer " Deutsche Ritter und Edelknechte in Italien " (2. Band, Paderborn, 1911, S.18) enthält die Namen der mit König Johann von Böhmen, Sohn des Kaisers von Luxemburg Heinrich VII., nach Italien gezogenen und in den Kriegsdienst der Kirche getretenen deutschen Reiterführer - mit der Zahl ihrer Ritter und ihrer monatlichen Gage. - " Der 1. ist Graf von Eberstein - von der Weser genannt, der 2. ist ein Stael von Holstein, der ein Gefolge von 37 Rittern hatte."

Familienchronik - Erste Urkunde aus dem Vatikan

Archiv  Vatican.  Intr. Exit. 48 f. 28“ von 1334

"Am 21. September 1334 wurden bezahlt dem Bannerführer Stael von Holstein für 37 Ritter auf Streithengsten, den Bannerführer eingerechnet, und für 6 Rundzelte: dem Bannerführer 24 Goldgulden, seinem Bannerträger 8 und jedem anderen 6 Goldgulden, für jedes Rundzelt 2 Gulden im Monat, zusammen 254 Goldgulden."

 

Die Stael von Holstein breiteten sich in der Grafschaft Berg und seit dem 15. Jahrhundert auch im Herzogtum Westfalen aus, wo sie erst im 19. Jahrhundert erloschen sind.

Burg Windeck

Burg Windeck

Wilhelm Stael von Holstein -  Ritter, Herr zu Sülz und Eulenbroich, 1383 Erbdrost und 1403 Erbhofmeister des Grafen von Berg, trägt 1407 sein Schloss zu Sülze dem Jungherzog Adolf von Berg als Offenhaus auf; 1388 Amtmann von Windeck, dem Schloss, Land und Leute auf sein eigen Gewinn und Verlust verpfändet waren.

 

 

Burg Hardenstein

Burg Hardenstein

Robert  (Ruprecht) der "Prächtige" Stael von Holstein -  Ritter,  Herr zu Hardenstein, Amtmann von Werden, Bochum, Neustadt und Gummersbach, Lehnstatthalter für Mark und Sauerland, erwähnt in zahlreichen Urkunden 1431 - 1462; wird 1431 von Köln wiederholt aufgefordert, die von ihm auf dem Rhein gefangenen und nach Hardenstein verschleppten Kölner freizugeben; macht 1437 sein Schloss Hardenstein zum Offenhaus des Herzog Johann von Cleve; untersiegelt 1450 die Verträge zwischen Köln und Jülich.

 

Kirche zu Herbede

Kirche zu Herbede

Heinrich Stael von Holstein zu Hardenstein - Ritter, 1481 - Marschall bei Herzog Johann von Cleve, untersiegelt 1496 zusammen mit Neveling Stael von Holstein die brüderliche Teilung zwischen Herzog Johann von Cleve und Philipp, 1499 - die Verträge zwischen Jülich und Geldern, tritt u.a. als Geldgeber der Herzöge von Cleve-Mark auf.

Neveling  Stael von Holstein zu Hardenstein -  Ritter,  1462 Amtmann von Neustadt, stiftet 1472 die Vikarie St. Johannis Baptiste zu Herbede.

 

Luther Stael von Holstein - Ritter, Herr zu Steinhausen, 1462 Amtmann von Bochum. Robert Stael von Holstein - Ritter, Herr zu Heisingen, 1494 Rat des Herzogs von Cleve, stiftet 1474 die Kapelle in Heisingen. Hardenberg Stael von Holstein zu Steinhausen stiftet um 1520 den Altar der Hl. Anna in der Johanniskirche zu Witten.

Der heilige Quirinus "Erscheinung des auferstandenen Christus als Gärtner vor Maria Magdalena" - gestiftet von der  Familie Stael von Holstein. 

Der heilige Quirinus stützt sich mit seiner linken Hand auf einen Schild, der acht goldene Kugeln zeigt, - ein Wappenschild, den die Adelsfamilie Stael von Holstein führte.

Das Auftreten der Stael von Holstein in Livland ist mit den mittelalterlichen Kreuzzügen des Deutschen Ritterordens ins Baltikum verbunden.

Deutsche Ordensritter Hier treten zuerst 1487-1511 Johann Stael von Holstein auf - Deutschordensvogt zu Wesenberg, dann zu Derven, und ein Verwandter desselben - Robert Stael von Holstein, der 1499 -1527 als Vasall und Rat des Ordens nachweisbar ist. Die sichere Stammreihe des erblühenden Geschlechts beginnt jedoch erst mit Hildebrand Stael von  Holstein zu Ende des 16. Jahrhundert (Stammbaum 1). 

Während des Livländischen Krieges des Ordenslandes gegen Iwan den Schrecklichen geriet  Hildebrand Stael von Holstein in russische Gefangenschaft, wurde nach Moskau verschleppt und kehrte erst nach 7 Jahren zurück, wonach er dann auch verstarb. Seine Söhne Hans und Matthias, die mit einer Stammwappenvariante siegelten, wurden zu den angesehensten Bürgern von Pernau.  Nach dem Krieg gegen die Moskowiter und dem Zerfall des Ordenslandes in Livland und Estland begründete Hans, Altermann der Großen Gilde zu Pernau, die livländische Linie und Matthias, Bürgermeister von Pernau, - die estländische Linie der Stael von Holstein, welche seit dem 18.Jahrhundert auch in Schweden blüht.

Pernau

Die Stadt Pernau, Livland (heutzutage Estland).

1629 wurden Livland und Estland schwedisch und viele Stael von Holstein kamen in die Dienste der schwedischen Könige. 

Richard Stael von Holstein - Königlicher schwedischer Lieutenant zu Pferde, gefallen vor Riga 1656. Mathias Stael von Holstein - Königlicher schwedischer Major zu Pferde, gefallen. Hans (Johann I.) Otto Stael von Holstein (ca. 1610 - 1688) - Königlicher schwedischer Lieutenant, Herr zu Paixt (Staelenhof).  

Jakob Stael von Holstein (1628 - 1679) - Herr auf Hannijöggi und Jegelecht in Estland und Ramkau in Livland, 1673  livländischer Landrat, 1667 - 1669 und 1670 - 1673  Landmarschall, Königlicher schwedischer General-Major, Chef der Artillerie in allen Festungen Livlands, Estlands, Ingermannlands und Ösels, Statthalter in Reval, gefallen im Duell mit Landrat Gustav von Mendgen.

Johann II. Stael von Holstein (gest. um 1723) - Königlicher schwedischer Hauptmann, Herr zu Paixt. Mathias Gustav Stael von Holstein (1666 - 1720) - Königlicher schwedischer Oberstleutnant des Infanterieregiments, gestorben in russischer Gefangenschaft in Jaroslaw. Johann Heinrich I. Stael von Holstein (1678 - 1754) - Königlicher schwedischer Hauptmann, Herr auf Staelenhof, Kurkund und Laikear.

Festung Nyenschanz, Johann Stael von Holstein

Johann Stael von Holstein (1636 - 1703) - Herr auf Wasahof, Goldina, Lilienhagen und Duderhof, Kommandant der Ostseeprovinzen, Architekt der schwedischen Festung Nyenschanz (an Stelle des heutigen Sankt Petersburg).

 Otto Wilhelm Stael von Holstein (1668 - 1730) - Königlicher schwedischer General-Major, Kommandant für Holsteinsche Infanterie. Jakob Axel Stael von Holstein (1680 - 1730) - Königlicher schwedischer Oberst, berüchtigt durch das Duell mit dem dänischen Seehelden Admiral Tordenskjold.

Georg Bogislaus Stael von Holstein

Georg Bogislaus Stael von Holstein (1685 - 1763) - Königlicher schwedischer Feldmarschall, geriet mit seiner Frau Gräfin Ingeborg Horn in der Zeit des großen Nordischen Krieges  in russische Gefangenschaft und wurde erst 1711 nach der Kapitulation des schwedischen Estland aus Moskau entlassen; gründete 1742 zusammen mit Feldmarschall Anders Koskull die erste Glasfabrik in Schweden, welche  den Namen "Kosta" erhielt - eine Kombination aus den Nachnamen Koskull und Stael.

Fabian Ernst I. Stael von Holstein (1672 - 1730) - Herr auf Kujen (Livland), Hannijöggi und Jegelecht (Estland), Königlicher schwedischer General-Adjutant, 1705 - 1706 Ritterschaftshauptmann, Landrat, Teilnehmer der Schlacht von 28. - 29.09.1708 bei Lesnaja gegen die Truppen Peter des Großen; unterschrieb 29.09.1710 die Kapitulation der estländischen Ritterschaften mit dem russischen General-Leutnant R. F. Bauer.

Nach der Niederlage Karl XII. im großen Nordischen Krieg kamen die baltischen Provinzen unter Kontrolle Peter des Großen. Der Zar bestätigte die Rechte und Privilegien der Ritterschaften und zog die Deutschbalten in führende Positionen des russischen Reiches.

Sankt Petersburg

Im 18. und im 19. Jahrhundert finden sich viele Vertreter des Geschlechtes als Offiziere der Kaiserlichen russischen Armee, Kammerherren und Hofmeister der Zaren in der neuen russischen Hauptstadt Sankt Petersburg.

Johann Heinrich II. Stael von Holstein (1721 - 1786) - Herr auf Kurkund und Kaipen (Livland), Kaiserlicher russischer Leutnant. Fabian Ernst II. Stael von Holstein (1727 - 1772) - Herr auf Hannijöggi, Jegelecht; Känick, Rumm, Kotzum und Assick (Estland), Kaiserlicher russischer Rittmeister, estländischer Ritterschaftshauptmann.

Winterpalais Sankt-Petersburg Jacob Johann Stael von Holstein (1747 - 1801) -  Kaiserlicher russischer Oberst,  Kommandant der Garnisonen-Bataillon in Pernau. Karl Gustav Stael von Holstein (1761 - 1861) - Herr auf Kotzum, Rumm und Känick (Estland), Kaiserlicher russischer Oberst der Kavallerie.

Johann Erich Stael von Holstein (1777 - 1845) - Herr auf Staelenhof (Paixt), Uhla, Surri, Kaiserlicher russischer Leutnant, Ordnungsrichter, Kreisdeputierter in Pernau. Johann Alexander (Iwan Karlowitsch) Stael von Holstein (1798 - 1868) - Herr auf Kotzum, Rumm und Känick, Kaiserlicher russischer General der Kavallerie, General-Adjutant. Wilhelm Paul Stael von Holstein (1799 - 1856) - Kaiserlicher russischer Rittmeister.

 Newsky Prospekt Sankt-Petersburg Ludwig Alexander (Alexander Karlowitsch) Baron Stael von Holstein (1802 - 1875) - Gutsbesitzer im Gouvernement Woronez, Kaiserlicher russischer General-Major. Berend Fabian (Boris Jegorowitsch) Baron Stael von Holstein (1810 - 1898) - Kaiserlicher russischer General-Major der Kavallerie, Kommandeur des Leibgarde-Ulanenregiments.

  Nikolai (Nikolai Alexandrowitsch) Baron Stael von Holstein (1833 - 1887) - Herr auf Nikolskoje (Gouvernement Kursk), Kaiserlicher russischer General-Leutnant der Kavallerie. Anatol (Anatolij Alexandrowitsch) Baron Stael von Holstein (1834 - 1898) - Herr auf Alexejewskoje (Gouv. Woronez), Titularrat.

Reinhold Wilhelm Stael von Holstein a. Neu-Anzen u. Fierenhof

Reinhold Wilhelm Baron Stael von Holstein (1846 - 1907) - Herr auf Neu-Anzen und Fierenhof (Livland), Kreisdeputierter, 1893 - 1902 livländischer Landrat, Verfasser umfangreicher Materialsammlungen zur Geschichte Livlands, sowie der Biographien "Fürst Paul Lieven" (1906), "Baron Hamilkar von Völkersahm" (1907) u.a. 

August Johann Baron Stael von Holstein (1844 - 1897) - Herr auf Testama, Doktor der Philosophie, Johanniter, Kaiserlicher russischer Rat, Beamter für besondere Aufträge beim Finanzministerium in Sankt Petersburg. Constantin (Constantin Borissowitsch) Baron Stael von Holstein (1853 - 1912) - Kaiserlicher russischer Staatsrat und Kammerherr, russischer Botschafter in Stuttgart. 

Almanach de St.-Petersbourg - Klicken Sie auf das Dokument um es zu vergrößern Almanach de St.-Petersbourg - Klicken Sie auf das Dokument um es zu vergrößern Wladimir (Wladimir Iwanowitsch) Baron Stael von Holstein (1853 - 1920) - Kaiserlicher russischer General-Leutnant, der letzte Kommandant der Peter -und Paulsfestung. Alexej (Alexej Iwanowitsch) Baron Stael von Holstein (1858 - 1941) - General-Leutnant, Kaiserlicher russischer Hofchef, Adjutant der Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch und Pötr Nikolajewitsch Romanows.

Almanach von Sankt Petersburg  "Cour, monde et ville" von 1913 /1914

 

Familienchronik - Baron Stael von Holstein, Gotthard Reinhold Mein Ur-Urgroßvater

Gotthard Reinhold Baron Stael von Holstein, geb. Paixt (Staelenhof) 28.04.1819, gest. Uhla 13.11.1892, Herr auf Uhla und Surri, Kaiserlicher russischer Kammerherr und Garde-Kapitän, Kreisdeputierter, 1882 - 1887 livländischer Landrat, erhielt 1887 einen Ehrenstuhl im Landratskollegium. 

 

Adelskonvent der Livländischen Ritterschaften 1908 Der beschlussfassende Adelskonvent der Livländischen Ritterschaften von 1908, der Sechste von links - Baron Wilhelm Stael von Holstein zu Zintenhof (mein Urgroßvater)

 

Meine Urgroßeltern

Familienchronik - Baron Stael von Holstein, Wilhelm Reinhold Familienchronik - Freiin von Wolff-Rodenpois, Helene Viktoria
Baron Stael von Holstein, Wilhelm Reinhold, geb. Uhla 05.11.1858, gest Baden-Baden 29.09.1918, Herr auf Waldhof und Zintenhof, Kaiserlicher Russischer Kammerherr und Hofmeister, Bevollmächtigter des Roten Kreuzes, Landrat der livl. Ritterschaften. Freiin von Wolff-Rodenpois, Helene Viktoria, geb. Riga 28.08.1864, gest. Pernau 26.02.1936, Tochter des Freiherren von Wolff-Rodenpois, Viktor Paul Amadäus und der Freiin von Meyendorf, Marie Anna Eva.

 

Aus dem Briefwechsel meiner Urgroßeltern:

Brief aus Rom Brief aus Rom Brief aus Rom

Rom, Via Ciceroni 35, den 03.03.1911

Euer Hochwohlgeboren!

Sehr geehrte Frau Baronin!

Gerne würde ich Ihnen eine Abschrift der Urkunden über den Reiterführer Stael von Holstein anfertigen lassen. Aber die betreffenden Stellen sind auf mehreren Blättern des Urkundenbandes zerstreut, während ich sie in meinem Buche zusammengezogen habe in leicht übersehbarer Form... Im übrigen aber will ich die hauptsächlichste Stelle aus dem Urkundenband des vatikanischen Archivs mit dem Bannerherrn von Holstein für Baronesse fotografieren lassen...

...Heute lernte ich übrigens einen jungen russischen Fürsten Durazzo kennen, der mich nächsten Dienstag aufsuchen will. Er erzählte mir, daß seine Familie auch mit den Stael von Holstein verwandt sei. Denken Sie Baronesse, ich erzählte ihm von den beiden Wolffs, die Statthalter des Königs Ludwig von Ungarn waren. Da sagte er mir, daß seine eigene Familie von diesem König oder seinem Vater abstamme. Ist dies nicht merkwürdig? Kennen Sie ihn?

Verehrungsvollst grüßend

Dr. Karlheinrich Schäfer 

Familienchronik - Reinhold Baron Stael von Holstein

Pagencorp Sankt-Petersburg

Mein Großvater - Reinhold Baron Stael von Holstein (geb. 1892 in Waldhof, Pernau, gest. 1972 in Wiesbaden) als Kadett des berühmten Pagencorps für die Ausbildung der elitären Garde-Offiziere in Sankt-Petersburg (später Kaiserlicher russischer Leutnant). Das Foto von 1910.

Aus dem Buch von Leo Trotzki "Geschichte der russischen Revolution" (Band1 "Februarrevolution", Kapitel 20 "Die Bauernschaft"):

"...Im Gouvernement Livland entsandte das Kreis-Exekutivkomitee eine Untersuchungskommission in Sachen der Plünderung auf dem Gute des Baron Stael von Holstein. Die Kommission fand die Unruhen unbedeutend, die Anwesenheit des Barons im Kreise gefährdend und verfügte: ihn  mitsamt der Baronin zur Verfügung der Provisorischen Regierung nach Petrograd zu schaffen. So entstand einer der zahllosen Konflikte zwischen der Ortsbehörde und Zentralmacht..."

In den Jahren 1918-1919 lösten die neuen Republiken Lettland und Estland die Ritterschaften auf und konfiszierten entschädigungslos die Güter der deutschsprachigen Gutsbesitzer.

Staelenhof (Paixt)

Staelenhof Livland 1602 -1919 Stammsitz der Stael von Holstein in Livland (heutzutage Estland). Erworben 1602 durch Hans Stael von Holstein, den Stifter der livländischen Linie (Stammbäume 2, 4).  Das letzte Schloss in Staelenhof  wurde 1845 im Stil der Neo-Renesaince unter Johann Erich Baron Stael von Holstein (Stammbaum 3) erbaut. 1919 wurde im Schloss die Verwaltung der neugebildeten Sowchose untergebracht.

(Weitere Besitzungen in Livland und Estland - siehe: http://www.stael-von-holstein.de/schloesser_livland_estland.htm )

Schwedische Adelsrennovation -  Stockholm 14. Oktober 1652. 

 Adelsmatrikel Livland - 1742 (Nr. 67), Estland - 1746

Russische Anerkennung des Baronstitels (mit Wappenverbesserung) durch Senatsukase vom 08.03.1869 für die estländische Linie und vom 23.02.1881 für die livländische Linie.

Aufnahme des Gesamtgeschlechts in das Gothaische Genealogische Taschenbuch des Adels (FA) als „Adelsmatrikel“ zugelassen lt. Entscheidung der Abteilung für adelsrechtliche Fragen -  Berlin 20.10.1931 bzw. 06.12.1932, Stammreihen 1936, 1941.

 
Stand: 01. September 2010

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